Viele Modemarken produzieren nach Prognose. Sie schätzen, was in der nächsten Saison gefragt sein wird, lassen entsprechende Mengen fertigen – und hoffen, dass die Rechnung aufgeht. Wenn nicht, landet ein Teil der Ware im Ausverkauf, auf Drittmärkten oder in der Vernichtung.

BREDDY'S arbeitet anders. Das Modell ist bewusst reduziert: ein kleines Pufferlager pro Modell und Grösse – 2 bis 5 Stück – für sofortige Lieferung. Was verkauft wird, wird nachproduziert. Nicht mehr.

Das klingt unspektakulär. Die Konsequenzen sind es nicht.

Warum Überproduktion kein Randproblem ist

Die Modeindustrie produziert jährlich geschätzte 92 Millionen Tonnen Textilabfälle. Ein erheblicher Teil davon ist Neuware – Kleidung, die nie getragen wurde. Das entsteht nicht durch Nachlässigkeit, sondern durch ein Systemfehler: Wer auf Vorrat produziert, muss zwangsläufig falsch liegen.

Dieser Druck auf die Mengenplanung zwingt Marken gleichzeitig dazu, Einkaufspreise zu drücken. Jedes unverkaufte Stück ist ein Verlust – also muss jedes produzierte Stück so günstig wie möglich sein. Das geht auf Kosten von Materialqualität, Löhnen und Produktionsbedingungen.

Das BREDDY'S Modell: Pufferlager statt Saisonmenge

BREDDY'S hält pro Modell und Grösse 2 bis 5 Stück auf Lager. Das reicht für sofortige Lieferung – ohne dass grosse Mengen auf unbekannte Nachfrage warten.

Sobald ein Stück verkauft ist, wird es nachproduziert – nicht in Massen, sondern genau das, was abverkauft wurde. Die Nachproduktion dauert 4 bis 6 Wochen. In dieser Zeit kann es vorkommen, dass eine Grösse oder Farbe vorübergehend nicht verfügbar ist.

Das ist kein Fehler im System. Es ist das System.

Was das für die Produktionspartner bedeutet

BREDDY'S produziert in kleinen Familienbetrieben in Portugal. Diese Betriebe arbeiten handwerklich, mit direkter Qualitätskontrolle und überschaubaren Kapazitäten.

Kleine, planbare Nachbestellungen passen zu diesem Modell besser als grosse Saisonaufträge mit engem Zeitdruck. Sie ermöglichen sorgfältige Verarbeitung, faire Stückpreise und eine langfristige Zusammenarbeit – statt einmaliger Grossaufträge unter Kostendruck.

Materialqualität und Produktionsmodell: kein Zufall

Wer kein grosses Lagerrisiko trägt, kann andere Entscheidungen bei der Materialwahl treffen. BREDDY'S verwendet rizinusbasierte Fasern und TENCEL™ aus zertifiziertem Holz – beide pflanzlich, biologisch abbaubar, ohne Erdöl hergestellt. Das Stoffgewicht liegt zwischen 210 und 320 g/m², der Elasthananteil unter 4 %.

Diese Materialien kosten mehr als Standardware. In einem klassischen Überproduktionsmodell wäre das schwer durchzuhalten. Im BREDDY'S Modell ist es die logische Konsequenz: Wenn weniger produziert wird, kann besser produziert werden.

Was das für dich als Käufer bedeutet

In den meisten Fällen liegt deine Bestellung auf Lager und wird sofort verschickt. Wenn eine Grösse gerade ausverkauft ist, dauert die Lieferung 4 bis 6 Wochen – weil das Stück erst für dich nachproduziert wird.

Was du dafür bekommst: Kleidung aus Materialien, bei denen nicht auf Kosten der Qualität gespart wurde. Kein Stück das monatelang in einem Lager lag. Und die Gewissheit, dass keine vergleichbare Ware ungetragen vernichtet wird.

Weniger Menge, mehr Verantwortung

Das BREDDY'S Produktionsmodell  ist eine operative Entscheidung mit konkreten Konsequenzen: kleineres Lager, kürzere Produktionszyklen, höhere Materialqualität, keine Überproduktion.

Es ist langsamer als das klassische Modell. Es ist auch ehrlicher.

Manuela Bretschneider 

 

 

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Zur Kollektion: breddys.com/collections/all

Claus Bretschneider